Rettungsdienst

  • Das Deutsche Rote Kreuz ist der größte rettungsdienstliche Leistungserbringer in Deutschland. Mit ca. 37.200 angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst sowie rund 23.000 Ehrenamtlichen sind wir mit über 5.200 Notarzt-Einsatz-Fahrzeugen (NEF), Rettungs- und Krankentransportwagen (RTW/KTW) jeden Tag für die Menschen im Bundesgebiet im Einsatz.

    Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Rettungsdiensten des DRK rücken täglich zu durchschnittlich ca. 20.000 Einsätzen in der Notfallrettung sowie im Krankentransport aus. Damit stellen wir einen wichtigen Teil der

    Daseinsvorsorge vor Ort sicher und ermöglichen so schnelle Hilfe rund-um-die-Uhr an 365 Tagen im Jahr. Darüber hinaus wirkt die gesamte Mitarbeiterschaft des DRK, ehrenamtlich wie hauptamtlich, auch in anderen Aufgabenfeldern des Deutschen Rotes Kreuzes mit und bildet so das Komplexe Hilfeleistungssystem des DRK.

    Der Bereich Rettungsdienst führt im Auftrag des Rettungsdienstträgers im Kreis Ostholstein auf den Lehrrettungswachen Neustadt in Holstein sowie Oldenburg in Holstein den Rettungsdienst durch. 

    Hierzu gehört neben der Notfallrettung auch der Krankentransport. Insgesamt betreiben wir auf beiden Rettungswachen zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, vier Rettungswagen und 6 Krankentransportwagen.

    Hiervon in Neustadt: 

    1 x 24 Stunden NEF*
    2 x 24 Stunden RTW**
    3 x KTW***

    Hiervon in Oldenburg:

    1 x 24 Stunden NEF*
    1 x 24 Stunden RTW**
    1 x 12 Stunden RTW**
    2-3 KTW*** (saisonabhängig) 

    *NEF - Notarzteinsatzfahrzeug, ** RTW - Rettungswagen, ***KTW - Krankentransportwagen

    Auf den Rettungswachen werden zudem viele verschiedene Fachbereiche vorgehalten. Diese sind z.B.

    • Fachbereich Medizinprodukte
    • Fachbereich Fahrzeuge
    • Fachbereich Ausbildung
    • Fachbereich Lager / Material
    • Fachbereich Hygiene
    • Fachbereich Qualitätsmanagement, uvm.
  • Zahlen, Daten Fakten

    Anzahl Einsätze / Fahrten / Betreuungen / Kunden

    Im Jahr 2025 leisteten wird ca. 35000 Einsatzstunden, aufgeteilt auf ca. 18.000 Einsätze an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag. Dies entspricht knapp 50 Anforderungen am Tag. Hiervon ca. 10.500 Einsätze in der Notfallrettung und 7.500 Anforderungen im Krankentransport. 

    Im Jahr 2024 lag die Zahl der Einsätze mit 17.650 noch 350 unter dem aktuellen Stand. Eine Tendenz nach oben ist wie bereits in den Jahren zuvor klar erkennbar. 

    Mit ca. 27.500 Einsatzstunden hat zudem die Dauer der Einsätze im Schnitt deutlich zugenommen. Verantwortlich hierfür sind u.a. lange Fahrwege in geeignete Kliniken (z.B. Uni Lübeck, Uni Kiel, kardiologische Spezialklinik Bad Segeberg etc.) welche durch Baustellen auf der Autobahn häufig mit einem erheblichen Umweg verbunden waren. 

    Anzahl Mitarbeitende 

    Ende 2025 haben wir 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptamtlich im Rettungsdienst beschäftigt. 

    Besondere Kennzahlen

    Im Jahr 2025 leisteten wird insgesamt ca. 4000 Fortbildungsstunden verteilt über alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

    Zudem absolvierten wir insgesamt knapp 300 Stunden in einem Fahrsicherheitstraining vom ADAC

Berufsausbildung Notfallsanitäter

Ein wichtiger Aspekt im Rettungsdienst ist die seit dem 1. Januar 2014 geänderte Bezeichnung und Qualifikation der nicht-ärztlichen Mitarbeiter. Der Beruf des Rettungsassistenten wurde in die neue Berufsbezeichnung Notfallsanitäter überführt. Dieser hat gegenüber dem alten Rettungsassistenten eine drei- statt zweijährige, reformierte Ausbildung.

Informationen zur Berufsausbildung „Notfallsanitäter“ bekommen Sie bei Ihrem Kreisverband.

  • Rückblick auf das Jahr 2025

    Was waren die wichtigsten Ereignisse oder Entwicklungen in eurem Bereich?

    1. Neubesetzung der Abteilungsleitung
      Im Sommer 2025 wurde die Stelle der Abteilungsleitung neu vergeben. Bis dato war die Führungsstruktur auf Wachleiterebene und Vorstand geregelt. Der Abteilungsleiter Rettungsdienst dient sowohl als Bindeglied zwischen dem Vorstand und der Wachleitung und fungiert als Ansprechpartner gegenüber dem Träger des Rettungsdienstes.
      Zu den weiteren Aufgaben gehört neben der Personalplanung und administrative Tätigkeiten die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sowie die strategische Ausrichtung des Bereiches.
    2. Vier erfolgreiche Examen Notfallsanitäterin wovon drei in den aktiven Dienst in unserem KV übernommen wurden
      Im August bzw. September 2026 konnten wir nach erfolgreicher Ablegung des Staatsexamens insgesamt drei neue Notfallsanitäterinnen übernehmen. Eine Auszubildene hat uns nach Ihrer Ausbildung verlassen. Genau in diesem Momenten freuen wir uns, dass wir in den Ausbildungsbetrieben – also den Rettungswachen – gute Arbeit leisten und zusammen mit unseren Azubis das Ziel erreichen.
    3. Bezug der neuen Rettungswache in Oldenburg
      Nach einer jahrelangen Planungs- und Bauphase konnten die Mitarbeiter nach eineinhalb Jahren Verzug im August 2025 endlich den dringend benötigten Neubau der Rettungswache in Oldenburg beziehen. Bereits seit Jahren bot die alte Rettungswache viel zu wenig Platz, um den in den letzten Jahrzehnten stetig wachsenden Anforderungen an den Rettungsdienst gerecht zu werden.
      Statt der ursprünglich 3,2 Million Euro veranschlagten kosten wurden insgesamt knapp 6,4 Millionen Euro in Ostholsteins modernste Rettungswache investiert.
      Die neue Rettungswache ist ausgestattet mit Funktions- und Sozialräume, einer Fahrzeughalle für sieben Fahrzeuge plus Wasch- und Desinfektionshalle, Materiallager, Schulungsraum, Aufenthaltsbereich mit Küche sowie hochmoderner Energietechnik. Fotovoltaikanlage, Luftwärmepumpe, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie eine Grauwasseranlage sorgen für Nachhaltigkeit. Die Wache kann bis zu 72 Stunden autark arbeiten. Auf dem Flachdach wurde zudem eine insektenfreundliche Begrünung angelegt. 
      Als DRK-Kreisverband und somit Durchführer des Rettungsdienstes im Kreis Ostholstein sind wir dankbar, eine so moderne und zukunftssichere Rettungswache betreiben zu dürfen. Das Ende des zumutbaren war bereits vor einiger längere Zeit erreicht, so ist Freude umso größer, dass wir nun allen Anforderungen, die an den Rettungsdienst in Oldenburg, Umgebung und die gesamte Region gestellt werden, gerecht werden können.
    4. Erfolgreiche Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements im Bereich Rettungsdienst nach DIN ISO 9001:2015
      Im Herbst 2025 konnten wir nach jahrelanger Arbeit endlich unser QM-System im Rettungsdienst zertifizieren lassen. Hierfür wurden sowohl die Führungsstrukturen, als auch unsere Rettungswachen von der DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen) an insgesamt drei Tagen auditiert. Im Anschluss an die drei Tage konnten wir ohne Abweichungen unsere Zertifizierung feiern. 
      Mit diesem Zertifikat haben wir unser Handeln nach dem Regelwerk DIN ISO 9001:2015 unter Beweis stellen können. Eine konstant hohe Qualität in der Patientenbehandlung und -zufriedenheit gepaart mit hohen Sicherheitsstandards sind die wichtigsten Bausteine in unserer Arbeit. Mit unserer Arbeit im Qualitätsmanagement konnten wir diese wichtigen Themen festigen und zum Standard machen. 
      Zertifiziert wurden wir außerdem im Bereich „Fachpraktische Ausbildung im Rettungsdienst“. 
      Durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung bereiten wir unsere Nachwuchskräfte optimal auf den Einsatzdienst vor. Eine hochwertige Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, um die anspruchsvolle Ausbildung zum Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin oder Rettungssanitäter bzw. Rettungssanitäterin erfolgreich abschließen zu können.
    5. ADAC Fahrsicherheitstraining
      Im Jahr 2025 absolvierten wir für alle Mitarbeitenden ein Fahrsicherheitstraining in einem Fahrsimulator des ADAC Schleswig-Holstein. Der ADAC besitzt hierfür einen eigens konstruierten, zertifizierten und transportablen Fahrsimulator. Durchgeführt wurde dieses Training auf der Rettungswache Oldenburg.
      Trainiert wurden Fahrten sowohl mit, als auch ohne Sonder-/Wegerechte. Hierfür wurden sowohl die Witterung verändert als auch typische Situationen im Straßenverkehr simuliert und die Reaktion getestet.
      Entscheidend bei einer Simulation ist primär die Sensibilisierung für unvorhergesehene Situationen und das deutlich erhöhte Unfallrisiko bei Alarmfahrten. Aber auch das testen der eigenen Reaktionszeit sorgte bei dem ein oder anderen für Verwunderungen, denn auch der reale Bremsweg konnte simuliert werden.
      Ergänzend zum Praxisanteil wurden die Teilnehmer gebeten, auf Karten zu Insgesamt viel das Feedback bei allen Beteiligten durchweg positiv aus. Weiteres siehe Zusammenarbeit. 

    Welche Herausforderungen gab es (und wie wurden sie gemeistert)?

    Das Arbeitsumfeld im Rettungsdienst hat klassischerweise mit einer hohen Fluktuation zu kämpfen. Dies ist deutschlandweit zu beobachten. Gründe hierfür sind vielseitig und oft rational zu erklären.
    Für viele junge Mitarbeitende ist der Rettungsdienst das „Sprungbrett“ für ein Studium der Humanmedizin oder Medizinpädagogik. Wieder verändern ihren Wohnort oder sehen andere Rettungsdienste besser für ihre individuellen Bedürfnisse geeignet. 

    So haben auch wir im Kreisverband Ostholstein im vergangenen Jahr einige Fachkräfte z.B. aus den o.g. Gründen ziehen lassen müssen. Diese Stellen zeitnah nachzubesetzen ist eine Mamutaufgabe, da auf dem Arbeitsmarkt ein flächendeckender Fachkräftemangel herrscht. 

    Durch die Übernahme unserer Auszubildenen im August bzw. September 2025 konnten wir uns personell hochkompetent verstärken. Zudem wurde die Kampagne „Willkommens- und Werbeprämie“ ins leben gerufen. Um auch überregionales Personal anzusprechen, wurde für jeden erfolgreich geschlossenen Arbeitsvertrag eine Prämie ausgeschüttet, um z.B. finanzielle Belastungen durch einen Umzug besser meisten zu können. Erfolgte erfolgreiche Vermittlung durch einen Mitabreitenden, erhielt auch der werben eine Prämie. 

    Außerdem wurde durch Plakate in den etablierten Rettungsdienstschulen in Schleswig-Holstein aktiv um Personal geworben. 

    Parallel hierzu wurden die Stundensätze der Aufwandsentschädigungen im für ehrenamtliches Personal angehoben. Damit stärken wir die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt und erhöhen auch für ehrenamtliche Kräfte den Anreiz, sich im hauptamtlichen Rettungsdienst einzubringen. 

    Insgesamt konnten wir durch diese Maßnahmen zwei weitere Vollzeitkräfte gewinnen und das Jahr 2025 mit einem stabilen und ausgewogenen Personalstamm erfolgreich beenden. 

    Ausblick auf 2026

    Neben geplanten Teamevents steht vor allem das Überwachungsaudit im Herbst im Mittelpunkt. Während der Gültigkeit unseres Zertifikats für unser QM-System werden wir jährlich durch die DQS auditiert, damit sichergestellt ist, dass unsere hohen Standards nach wie vor eingehalten werden. 

    Zudem soll die interne Führungsstruktur weiter ausgebaut werden. Hierfür wird die Funktion einer Leitung Aus-und Fortbildung geschaffen, welche zukünftig Federführend dieser Bereich plant, überwacht und organisiert. 

    Weiter arbeiten wir kontinuierlich daran, in naher Zukunft auf unseren Wachen 24-Stunden Dienste anbieten zu können. Im Rettungsdienst ist dies ein gängiges Modell und soll die Vereinbarkeit mit der Familie verbessern, da nur noch halb so viele Dienste anfallen wie sonst.
    Eine Beleuchtung der Arbeitsbelastung durch Analysen der Auslastung ist neben vielen anderen Themen Gegenstand der Arbeiten, die u.a. im Jahr 2026 anfallen werden. 

    Ein bereits durchgeführtes Votum der Mitarbeitenden ist klar zugunsten der Einführung ausgefallen. 

    Übernahme von vier Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern 

    Im August 2026 beendet voraussichtlich vier weitere Fachkräfte ihre Ausbildung. Wie es im Kreisverband Ostholstein mittlerweile fast Tradition ist, werde wir auch diese vier Absolventen in den aktiven Dienst übernehmen. Zwei dieser (noch) Azubis haben die Ausbildung Berufsbegleitend über 5 Jahre absolviert. In einer so langen Zeit immer am Ball zu bleiben ist Beeindruckend und Motivierend zugleich, denn es zeig, dass allein der Wille zählt. 

  • Die Notfallversorgung

    Die Notfallversorgung ist in Deutschland in drei Bereiche gegliedert:

    • Rettungsdienst (112):

      Bei lebensbedrohlichen Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen, alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

      In jedem Bundesland regelt ein Landesgesetz den Rettungsdienst. Das Deutsche Rote Kreuz wirkt im Rahmen dieser landesgesetzlichen Regelungen im Rettungsdienst mit.

      Über die Notrufnummer 112 erreichen Sie die örtlich zuständige Rettungsleitstelle. Diese nimmt Ihr Hilfeersuchen entgegen und alarmiert entsprechend der geschilderten Lage die erforderlichen Rettungsmittel (z.B. Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung).

    • Notaufnahme/Rettungsstelle der Krankenhäuser

      Sie ist einerseits Anlaufstelle für den Rettungsdienst und nimmt Patienten mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen auf und versorgen sie weiter. Andererseits ist die Notaufnahme/Rettungsstelle auch Anlaufstellen für Patienten die von einem anderen Arzt eingewiesen werden oder aufgrund akuter Erkrankungen oder Verletzungen ärztliche Hilfe benötigen.

    • ärztlicher Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Vertragsärzte (116 117)

      Krankheiten kennen keine Praxisöffnungszeiten. Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Er ist in einigen Regionen Deutschlands auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst bekannt. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos - egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen.

Abteilungsleiter
Sven Mielk

Waldstraße 6, 23758 Oldenburg

Tel: 04521-8003500
Mail: sven.mielk@drk-oh.de

Wachleiter Oldenburg
Claus-Carsten Hopp

Mühlenkamp 18, 23758 Oldenburg in Holstein

Mail: wachleitung-oldenburg@drk-oh.de

Wachleiter Neustadt
Torben Stadler

Am Kiebitzberg 8, 23730 Neustadt in Holstein

Mail:wachleitung-neustadt@drk-oh.de